Dienstag, 30. Juni 2015

Mitternachtssnack

Warum machen wir es uns bei der Zutatenliste so kompliziert?
Topf zum Deckel?
Viele glauben ein Wok zu sein...
Frauen machen sich Gedanken, was sie anziehen, tragen den verführerischen Lidstrich auf oder holen den signalroten Lippenstift aus den unendlichen Tiefen ihrer Taschen. Männer ziehen sich ihr bestes Hemd oder ihr lässigstes T-Shirt an. Sie treffen sich mit anderen rastlosen Freunden zum gemeinsamen Stürmen der Tanzflächen. Sie suchen ihren Deckel zum Topf. Manche nehmen einen zur Probe nur für die eine Nacht mit. Viele glauben ein Wok zu sein, für den sie nie einen passenden Deckel finden werden.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Mit Sinnlichkeit hinter Gittern

Zu Besuch beim Kunst - und Kulturfestival "Sinnlichkeit" in der ehemaligen JVA Magdeburgs von Juni bis September 2015

Die JVA Magdeburg
erstrahlt im neuen Licht
Eine Justizvollzugsanstalt – assoziiert mit Gewalt, Kälte, Angst, Einschränkung der Bewegungsfreiheit und Zwang? Oder vielleicht doch ein Ort, an dem man sich besonders Gedanken über Freiheit, Unabhängigkeit und Emotionalität machen sollte?
Die Unfreiheit begegnet uns unmittelbar - das Unbehagen, wenn uns hohe Mauern, Stahlgitter und Gefängniswärter mit ernstem Blick, Uniform und Schutzwaffen einschließen. Gerade deshalb scheint das Gefühl von Freiheit im Gefängnis präsenter als kaum an einem anderen Ort. Wir bemerken wie kostbar unsere Freiheit eigentlich ist und wie wir sie deshalb nicht als selbstverständlich ansehen, sondern sie schützen sollten - Freiheit - ohne Zwang zu entscheiden und zu tun, wie wir unser Leben führen möchten beziehungsweise nach den Worten Rousseaus eben nicht tun zu müssen, was wir nicht wollen. Das Gefängnis verdeutlicht uns gleichzeitig, dass Freiheit nicht uneingeschränktes Handeln nach unserem Belieben bedeutet, sondern nur so lang wir nicht die Freiheit eines anderen im untragbaren Maße beeinträchtigen.
In der ehemaligen JVA Magdeburgs finden seit dem 06. Juni bis zum 20. September 2015 die Ausstellung in Verknüpfung mit dem Kulturfestival „Sinnlichkeit“ statt. Meiner Ansicht nach ist es eines der außergewöhnlichsten gewählten Räumlichkeiten für Kunst und Kultur. Das Festival steht dabei sowohl unter dem Motto "Neue Sinnlichkeit" als auch "Große Freiheit".

Mittwoch, 17. Juni 2015

Kommt, lasst uns legal blau machen...

Deutschlands neue Streikkultur
Streikfieber in Deutschland
Die Deutsche Bahn als Trendsetter

Einige kennen eventuell die witzige Anekdote: „Wirtschaftspolitik leicht erklärt anhand von zwei Kühen“, bei der die verschiedenen politischen Systeme und Unternehmen verschiedener Länder in Zweizeilern mit einem Gleichnis über Kuhhandel witzig und darüberhinaus sehr treffend beschrieben werden. In den letzten Wochen musste ich häufiger an diese Anekdote denken. Ein deutsches Unternehmen: „Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere re-designed, sodass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr. Ein französisches Unternehmen: „Sie besitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.“ Ich fühle mich diesbezüglich derzeit immer mehr nach Frankreich versetzt. Überall wo man hinschaut und jeden Tag, wenn man in die Nachrichten verfolgt, scheinen die Leute zu streiken - meist für mehr Lohngerechtigkeit oder kürzere Arbeitszeiten. Nur dass wir gern noch mehr hätten und Forderungen äußern wie 13 Wochen Urlaub, das trifft auch im Moment wieder ganz gut auf den Deutschen der Anekdote zu. Deutschland ist im Streikfieber und ich stelle mir die Frage, weshalb das eigentlich gerade so ein Trend ist?
Die Piloten und Stewardessen der Fluggesellschaften, die Lokomotivführer und das Personal der Bahn, im Bildungszweig erst die Lehrer dann die Erzieher in Kindergärten - alle machen es vor. Nun folgen diese Woche auch (noch) die Postbeamten und Briefträger der Mode "legal blau machen". Bei diesen vielen verschiedenen Streiks in unmittelbar kürzester Zeit kann man nur den Überblick verlieren. Worum geht es in all diesen Streikkonflikten eigentlich?
Die Bahn ist meiner Meinung nach die absolute Trendsetterin in Sachen Streikschlagzeilen.

Freitag, 5. Juni 2015

Heute sind wir die Prinzen und Prinzessinnen!

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" - Literaturtipp - Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry

Der Kleine Prinz
(Antoine De Saint -Exupéry)
Am Kindertag diese Woche dachte ich mir, dass es eigentlich nicht nur ein wichtiger Ehrentag für die kleinsten wundervollen Bürger unserer Welt sein sollte.Egal wie alt wir sind, könnte der 01. Juni uns auch an unser inneres Kind erinnern. Denn es sollte meiner Meinung nach immer als ein Teil von uns erhalten bleiben. Das heißt sich begeistern zu können wie ein Kind, mal gerade heraus zu sagen, was man denkt  und vor allen Dingen die Welt mit den Augen eines Kindes zu betrachten. Deshalb habe ich mir überlegt, meinen ersten Artikel in meiner neuen Rubrik „durchgeblättert“ mit Literaturtipps und - kritik, einem „Kinderbuch“ zu widmen. Vermutlich hat es jeder schon einmal gelesen, weil es eine so kurze schöne Geschichte ist, hinter der viel steckt wie Themen über Freundschaft, Liebe und Kindheit oder weil man irgendwann einmal in der Schule dazu gezwungen wurde (... seien wir doch einmal ehrlich). „Der kleine Prinz“ vermittelt für mich mit viel Warmherzigkeit, Intelligenz und Humor eine wesentliche Botschaft: Behalte deine Fantasie und die Neugierde wie die eines Kindes, mit deren man die Welt entdecken kann. Dann erkennt man auch in den kleinen scheinbar so alltäglichen Dingen die verborgenen Wunder und Geheimnisse der Welt.