Sonntag, 18. Dezember 2016

Geschenke-Erste-Hilfe-Paket für Weihnachtsnotfälle

Aufgeblättert zur Weihnachtszeit: Inspirationen zum Verschenken oder für sich selbst 
Advent, Advent, vier Lichtlein brennen -
es wird Zeit für die letzten
Weihnachtsgeschenke!

Vier Kerzen leuchten ab heute auf unseren Adventskränzen. Da der erste Advent dieses Jahr schon so früh war, kam die weihnachtliche Vorfreude bei mir noch nicht so richtig an. 
Langsam sollte jedoch bei jedem die Weihnachtsstimmung aufkommen, denn mit ihr geht leider auch gleichzeitig der Weihnachtsstress einher. Habt ihr schon alle Geschenke zusammen oder hattet es euch zumindest vorgenommen? Anfangs ist man immer engagiert alle Geschenke entspannt zu besorgen. Allerdings strömt man dann doch wieder mit gefühlt der halben Welt zusammen in die Läden, um die letzten Dinge einzukaufen. So schön die Vorweihnachtszeit also ist und wir uns auf die freien Tage mit Familie und Freunden freuen, so nervenaufreibend kann auch die Suche nach passenden Geschenken sein. 

Was schenke ich bloß Mutti? Kann ich Vati schon wieder etwas über Fußball schenken? Oma hat doch schon alles. Ist es in Ordnung, Schwesterchen oder Bruderherz Gutscheine zu schenken? Schenke ich meinem Liebsten oder der Liebsten doch etwas, obwohl wir abgemacht haben, uns nichts zu schenken? Dann wären da ja auch noch die engsten Freunde...

Damit ihr nicht immer das Gleiche schenken oder zum Notgutschein greifen müsst, gibt es mein ultimatives Geschenke-Erste-Hilfe-Paket für die Notfälle "Planlos, was schenke ich bloß xy" - an Weihnachten. Meine neuen Buch- und Lesetipps stehen daher ganz unter dem Motto Last-Minute-Weihnachtsgeschenke (vom Weihnachtsgeld kaufen und selbst lesen ist natürlich auch erlaubt). Es ist eine Auswahl derzeit aktueller Neuerscheinungen und Bestseller. So lauft ihr weniger Gefahr, dass ihr den beschenkten Leseratten etwas kauft, was sie schon kennen. Meine Kategorien sind nach Eigenschaften unterteilt, sodass ihr für jeden Lesegeschmack und Typ etwas passendes finden könnt. Außerdem stelle ich jeweils ein Buch genauer vor. Ein paar weitere Titel stehen mit Verlinkungen zusätzlich pro Kategorie dabei, damit ihr euch mit den Klappentexten über genaue Inhalte informieren könnt. 
Viel Spaß beim Lesen und Verschenken!

Sonntag, 11. Dezember 2016

Sweet November in Edinburgh



Edinbrá, wie die Schotten liebevoll sagen

Seit 1603 unter dem Sohn von Maria Stuart, Jakob VI., sind die schottische und englische Krone vereint. Wir blicken daher auf eine 410 Jahre alte gemeinsame historische Verbundenheit zurück. Seit 2014 mit dem Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands und vor allem seit der Entscheidung Großbritanniens für den EU-Austritt, scheint diese Verbundenheit ernsthaft zu bröckeln.

Als ich diesen Herbst gern noch einmal paar Tage wegfahren wollte, kam mir Edinburgh direkt in den Sinn. Edinburgh lag mir förmlich in den Ohren. Spätestens seit Schottland ein erneutes Referendum diskutierte rund um die Frage nach der Unabhängigkeit, um in der EU zu bleiben, war es mir auch ein Anliegen das Land gedanklich beim EU-Verbleib zu unterstützen. Ob das funktioniert hat, ist natürlich eine andere Frage. Jetzt im November dachte ich mir jedenfalls, würde mich ein schottisches Regenwetter eh gar nicht so stören. Da wäre ich in Deutschland nicht weniger gesegnet. Also warum nicht mal Edinburgh kennen lernen? Doch so viel kann ich schon verraten, ich hatte unglaubliches Glück. Es hat nicht einen Tropfen geregnet.So habe ich das typische britische Wetter eigentlich kaum kennen gelernt. Als ich außerdem mit weihnachtlicher Dekoration und einem Weihnachtsmarkt mitten in der Stadt bei meiner Ankunft begrüßt wurde, waren alle Zweifel verflogen. Es war die richtige Entscheidung, Edinburgh zu dieser Jahreszeit zu besuchen. Gern möchte ich euch von meinem kurzen Städtetrip berichten und den einen oder anderen Geheimtipp verraten.

Montag, 21. November 2016

Mach es selbst - BuchBerlin2016

Ein Messebericht zur BuchBerlin 2016

BuchBerlin -
Buchmesse für Selfpublisher und kleine Verlage

Die BuchBerlin ist eine Buchmesse der etwas anderen Art. Sie ist nicht einfach nur eine kleine Version oder Kopie der großen Messen in dem Bereich wie die Frankfurter oder die Leipziger Buchmesse. Sie ist vor allem dazu gedacht, dass sich Selfpublisher und kleine Verlage vorstellen können. Dieses Wochenende, vom 19.-20. November 2016 fand sie in Berlin statt und ich habe sie für mich und euch besucht. Hier wird deutlich, dass jeder Autor werden kann, wenn er möchte und dabei professionell ist. Qualität und Kreativität wird belohnt.

Mittwoch, 16. November 2016

Im Zweifel für das Stalking-Opfer?

Es ist ein ernstes Thema, was doch stärker in der Gesellschaft verbreitet ist, als wir vermuten. Vor allem zu Beginn ist es selten als solches sichtbar: Stalking. Scherzhaft reden wir zwar mal vom "Stalken", wenn man bei Facebook oder Instagram Profile anschaut, Mr. Google fragt und Fotos durchblättert. Doch das ist vergleichsweise harmlos und mit Humor zu nehmen. Was ist aber, wenn es ernst wird? 


Stalking, wenn Verfolgung Alltag wird

Jeder zehnte in Deutschland mache nach Spiegel-Online mehr oder weniger einmal Erfahrungen mit Stalking in seinem Leben. Nun wird das Thema auch politisch wieder aktuell, da es eine Gesetzesänderung geben soll. Ich habe mich mal intensiver damit beschäftigt. Dabei gebe ich euch einen kurzen Abriss über die gesetzliche Lage und ihre Entwicklung dazu und lasse die verschiedenen politischen Ansätze in meine Diskussion einfließen. Spannend daran ist, dass es durch die Gesetzesänderung auch um die Grundsatzfrage geht, wann und wie schnell ein Gesetz greifen sollte. Wie sollte ein Beweis beschaffen sein, damit er hinreichend 
beweisführend für eine Verurteilung ist? Wann sollte demzufolge eine Tat als notwendig straffällig gelten?

Mittwoch, 9. November 2016

Herbstgeflüster Vol. 2

Jetzt wird's persönlich - Liebster Award




Ich bin eindeutig aus dem Alter raus, in dem einem Drohungen über Pech, Krankheit und Tod angst machen, sobald man die Kettenmails nicht weiterleitet. Bis jetzt habe ich das ganz gut überlebt.


Die folgende kleine Aktion ist ein Glück kein wirklicher Kettenbrief. Doch hat sie mich ein bisschen an Kettenbriefe von früher erinnert, da sie genauso von den Weiterleitungen bzw. vom Mit- und Weitermachen leben. Diese Aktion gefällt mir allerdings. Ich wurde von der lieben Franzi von briefkastenliebe für den 'Liebster Award - discover new blogs' nominiert. Ich hab mich geehrt gefühlt, als ich ihren Kommentar mit der Nominierung gesehen habe. 

Aber was ist der Liebster-Award und was wird da eigentlich nominiert? 

Es bedeutet, dass ich als Bloggerin einmal paar persönliche Fragen eines anderen Kollegen beantworten werde . Hintergrund der Nominierung ist es, neue Blogs sowie auch die Personen hinter den Blogs kennen zu lernen. Als Blogger hat man so die Möglichkeit sich stärker zu vernetzen und sich gemeinsam beim Bekannter werden zu helfen. Die Fragen können zum eigenen Blogprofil passen. Ich habe fleißig geantwortet, was heißt, dass es auch etwas persönlicher auf meinem Blog wird. Mal sehen, was ihr so über mich erfahrt.  
Ich lasse öfter in meinem Blog persönliche Gedanken und Erlebnisse einfließen. Meist geschieht es unter einem Deckmantel, sodass nicht immer ersichtlich ist, was davon genau 'autobiographisch' ist. Jetzt komme ich allerdings durch die Nominierung für den Liebster Award nicht drum herum ;-):

Sonntag, 6. November 2016

Herbstgeflüster Vol. 1

Es wird Herbst, bunte Blätter fallen...
Die Tage werden kürzer und es wird abends schneller dunkler.
Wir diskutieren wieder über die Zeitverschiebung und bekommen mehr Hunger.
Ist die Zeitverschiebung nicht eigentlich sinnlos, fragen wir uns? Falls wir sie irgendwann mal abschaffen, sind wir dann mehr für die Winter- oder Sommerzeit? Ich habe Lust auf Kuchen.

Es ist die berühmte Herbstzeit mit ihrem faszinierenden bunten Blätterspiel, aber auch mit ihrem kalten grauen Schleier und Regen. In der Zeit treibt es uns nach drinnen unter die kuschelige Decke bei einem Heißgetränk und vielleicht auch einem Stück Kuchen mit Freunden.
Herbst heißt auch mal mehr Zeit für mich, mich intensiv mit meinem Blog zu befassen. Ich habe ihm einen neuen Anstrich verliehen, was euch bestimmt aufgefallen ist. Gefällt es euch?
Auch beim Bloggen ist mein Stichwort 'Freunde treffen', nämlich Netzwerken.
Ich zeige euch wieder ein paar Blogs, die ich in den letzten Monaten für mich neu entdeckt habe, in denen ich gern stöbere und damit euch ans Herz legen möchte. Ich werde auch immer einen für mich besonderen Artikel des Bloggers oder der Bloggerin mit verlinken oder als Auswahl im Hinblick auf den leidigen Advents- und Weihnachtsstress ein paar Geschenktipps, Deko- und Rezeptideen derjenigen raussuchen.

Montag, 24. Oktober 2016

Lachen als Heimat, die jeder versteht

Aufgeblättert in: "Ich komm auf Deutschland zu" von Firas Alshater. Eine Rezension


"Ich komm auf Deutschland zu -
Ein Syrer über seine neue Heimat"

"Alle Menschen lachen in derselben Sprache".  Lachen versteht jeder und reißt jeden mit. Vielleicht sollten wir häufiger 'Lachen' als Kommunikationsmittel nutzen, so wie Firas Alshater. Bekannt wurde er mit seinem You-Tube Video " Wer sind diese Deutschen? " Seine You-Tube Reihe nennt er "Zukar" (arabisch für Zucker). Auf den Namen kam er, da dieses Wort in allen Sprachen ähnlich klingt und so ziemlich jeder Zucker mag, weil er süß ist.

Lachen ist für mich auch süß und es ist Heimat. Sobald jemand lacht, fühlt man sich wohl.

Als der Postbote am 14. Oktober klingelt, freue ich mich schon. Es ist der Tag, an dem das Buch "Ich komm auf Deutschland zu - Ein Syrer über seine neue Heimat" von Firas Alshater erscheinen soll. Gespannt öffne ich das Paket. Ich schaue, ob es wirklich das Buch ist, was mir vom Ullstein-Verlag als Rezensionsexemplar gesendet werden sollte.
Ungefähr ein Wochenende verbringe ich mit Lachen, aber auch mit traurigen und Gänsehautmomenten. Ich verschlinge die Lektüre innerhalb kürzester Zeit. Es ist ein Wochenende mit vielen Terminen, wohl gemerkt. Ich bin in einer anderen Welt, in der Welt von Firas:


Mittwoch, 19. Oktober 2016

Es war einmal Berlin...


"Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin"



Aussicht vom Klunkerkranich,
Neukölln
Verrückt ist, dass ich fast schon ein Jahr lang in Berlin wohne. Verrückt ist auch, dass man glaubt, schon viel über die Verrücktheit der Stadt und ihrer Bewohner gehört zu haben. Man glaubt, sich bereits ein Bild machen zu können, bevor man herzieht. Doch sobald die Stadt einem tagtäglich begegnet, muss man immer wieder schmunzeln und genauso oft mit dem Kopf schütteln, da man sie gefühlt überhaupt nicht kennt. Sie überrascht einen immer wieder und zwar mit ihrer Verrücktheit. Dennoch, hier herzuziehen, war für mich eine der besten Entscheidungen, die ich im letzten Jahr getroffen habe.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Oxytocinmangel - ein gesellschaftsfähiges Krankheitsbild?


Durchgelesen im September...: Generation Beziehungsunfähig, Michael Nast


Diagnose: Generationsübergreifende Bindungsdefizite: 

Generation Beziehungsunfähig


Bestseller noch vor der Bucherscheinung, ausverkaufte Lesungen bevor die Lesetour begonnen hat und viel zitiert in Zeitungen und Journalen: Michael Nast und sein Buch: "Generation Beziehungsunfähig". Alles begann mit einer scheinbar harmlosen Kolumne, nach Nasts Angaben selbst mehr eine Beschreibung seiner eigenen Lebens- und Liebessituation, die in ihrer Ironie im Titel sein i-Tüpfelchen findet. Er hatte nicht die Absicht, ein gesellschaftliches Krankheitsbild abzubilden, dennoch hat genau diese Diagnose dazu geführt, dass die benannte Generation Y in ihrer Beziehungsqualität geprüft wird. Der Text hat so viele Leute angesprochen, dass der Server des Blogs im gegenteil bereits am ersten Abend zusammengebrochen ist und in der Woche ein neuer Server gekauft werden musste. Es folgten viele Journalisten und Blogger, die über die Generation Beziehungsunfähig diskutierten.

Leiden wir, die junge Generation, also an einem chronischen Oxytocinmangel? Ist diese Immunität gegenüber dem Bindungshormon eine Volkskrankheit geworden? 

Zumindest haben sich einige Faktoren in unser gesellschaftliches Leben eingeschlichen, die meiner Meinung nach dieses beziehungsunfähige Verhalten begünstigen.

Donnerstag, 15. September 2016

Mit Qualität bitte !!!

Für Qualitätsjournalismus als Mainstream-Phänomen


Medien sollten frei und unabhängig sein,
Kritik besteht, ob sie das wirklich sind.

Lügenpresse!!!
Wenn man sich in den sozialen Medien bewegt und bei Beiträgen zu sensiblen, die Gemüter erregende Themen die Kommentare liest, scheinen viele Ausrufezeichen hintereinander hoch im Kurs: "Flüchtlinge raus!!!" - "Macht die Grenzen zu!!!".

"Lügenpresse, Lügenpresse...!!!", als Parole oder zumindest als gedachte Parole in einem Kommentar mit vielen Ausrufezeichen scheint besonders beliebt.
Lügenpresse wurde 2015 als Unwort des Jahres 2014 gekürt und verweist auf ein Phänomen, das sich zu der Politikverdrossenheit der letzten Jahre dazu gesellt hat: Die Medienverdrossenheit.  Letztere äußert sich in den Beschwerden und Vorwürfen der Leserschaft, Zuschauer oder Zuhörer, welche sich gezielt an die Medien richten. Journalisten würden nicht über die ganze Wahrheit berichten oder nur einseitig in ihrer Meinungsdarstellung sein.

Mir stellt sich die Frage, warum sich gerade in den letzten Jahren vermehrt diese Medienverdrossenheit öffentlich äußert. Berichten die Medien plötzlich anders? Doch eigentlich nicht.

Mittwoch, 24. August 2016

Durchgelesen im JulGust...

Backstage: Ein Einblick in meine persönliche Leseliste
Für mehr Lesen in unserer Kultur!

Es ist Sommer, jedes Wochenende stehen neue Pläne an. Plötzlich wundert man sich, wo denn die Zeit geblieben ist und dass der Sommer schon die erste Pause einlegt. Genauso bin ich auch verwundert, wie schnell der Juli an mir vorbei gegangen ist.  Dabei muss ich feststellen, dass ich es gar nicht so oft geschafft habe, in meinem Blog zu schreiben, wie ich es mir gewünscht hätte. Leider musste mein „Durchgelesen im...“ darunter leiden. Genau deshalb gibt es jetzt den kleinen Kompromiss:  Ein „Durchgelesen im… JulGust“, der zwei Monate zusammenfasst. Es wird dieses Mal deshalb nicht nur eine Buchvorstellung geben, sondern es soll mehr sein. Ich gebe euch einmal einen Einblick in meine derzeitige Leseliste, also was ich gerade lese, was ich in den letzten Monaten gelesen habe, was ich so empfehlen kann und noch vorhabe zu lesen. Ich möchte euch inspirieren und dem einen oder anderen Buch mehr die Chance geben, vorgestellt zu werden. Es gibt einfach viel zu viele von diesen Schätzen. Zum Abschluss möchte ich noch ein paar Buchblogs vorstellen, die meine persönliche Bücherliste mit neuen Inspirationen füllen.

Dienstag, 26. Juli 2016

Immer App-to-Date?

Immer App-to-Date?
Zurzeit mit Pokémon Go unterwegs?
Apps sind gar nicht mehr wegzudenken aus unserem modernen Alltag. Doch genauso inflationär, wie eine nach der anderen neu auf den Markt kommt, so schnelllebig sind Apps auch. Immer wenn ich mich gerade dazu durchringe eine auszuprobieren, erzählen mir Freunde und Kollegen schon von den nächsten "Must-Haves" der App-Szene.
Müssen wir heutzutage immer Up to Date in Sachen Apps sein und damit jeder neuesten App nacheifern? Ich bin zwiegespalten. Lange hatte ich dieses klassische Retro-Handy, unkaputtbar und gedacht zum Telefonieren und heute kaum noch bekannten "Simsen". Et voilá, mehr Funktionen brauchte ich nicht. Unter meinen Freunden war ich deshalb auch bekannt dafür, selten bis gar nicht auf mein Handy zu schauen.  Ich wollte gar nicht unbedingt Smart- und I-Phones boykottieren, mir war es allgemein einfach nicht so wichtig. Immerhin sind ja Handys streng genommen als mobile TELEFONE erfunden wurden, heutzutage sind sie jedoch eher kleine Computer, Timer, Unterhaltungs- und Informationsmedien, also kleine Gesamt-Alltags-Allrounder geworden. Auch ich trage jetzt mein Handy wie eine Handtasche und habe ein Smartphone mit vielen Apps. Hat man es erst einmal, will man es nicht mehr so schnell hergeben. Sind Apps ein gesamtgesellschaftliches Phänomen geworden und beeinflussen uns?

Sonntag, 10. Juli 2016

Stockholm.

Einfach Stockholm, Punkt.


Stockholm.Punkt.

Für diesen Reisebericht aus Stockholm fand ich keinen Titel, der meine Reiseeindrücke prägnanter und annähernd besser in Worte fassen könnte als schlicht "Stockholm", denn minimalistisch und schlicht wie der skandinavische Wohnstil, so kann man auch Stockholm beschreiben. Damit meine ich 'schlicht' ausschließlich positiv im Sinne von schlichter Eleganz, die keinen Prunk oder Schnick-Schnack braucht. Die Stadt selbst ist eine Sehenswürdigkeit für sich und das schon allein aufgrund ihrer natürlichen Schönheit mit so viel Individualität und Facettenreichtum. Stockholm ist umgeben von Wasser und verteilt sich auf mehrere Inseln.

Gern wird die Stadt deshalb auch als das Venedig des Nordens bezeichnet. Allerdings trifft es das für mich weniger auf den Punkt. Wenn man einen Vergleich wagen sollte, dann ist das meiner Meinung nach eher mit Hamburg möglich, denn die beiden Städte ähneln sich im nordischen Schlag der Menschen, in ihrer schlichten Natürlichkeit und in ihrer Atmosphäre, die sich durch die milde Meerbrise ergibt. Mit meinem Reisebericht möchte ich euch davon überzeugen, dass Stockholm eine einzigartige Reise wert ist, aufgrund seines individuellen Charmes, ohne es mit anderen Städten vergleichen zu müssen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Durchgelesen im Juni...

Was wäre, wenn Hitler wieder da wäre?
Was wäre, wenn Hitler plötzlich ohne Ankündigung wieder auftauche und still und heimlich erneut an Macht gewinnen könnte? 
Timur Vermes: "Er ist wieder da" 
Die Darstellung und Präsentation von Hitler scheint weiterhin ein vermeintliches Tabuthema in Deutschland zu sein, was die kritische Aufmerksamkeit immer wieder auf sich zieht. Es ist ein Thema, das als Paradebeispiel von Humorlosigkeit gilt. Trotzdem oder gerade deswegen wird die Darstellung Hitlers humoristisch gern als Provokation genutzt.

Meine Buchkritik diesen Monat: "Er ist wieder da" von Timur Vermes, ein Buch, in dem genau diese oben benannte "Was wäre wenn -" Situation provokativ humoristisch thematisiert wird.

Manchmal fand ich es irgendwie befremdlich, das Buch einfach in der Öffentlichkeit aus meiner Tasche hervorzuholen und zu lesen. Noch immer hat dieses Thema um den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg einen faden Beigeschmack. "Ist es ok, wenn ich darüber lache?", fragen wir uns gern.  "Er ist wieder da" ist ein Bestseller und wird in einigen Schulen schon auf dem Lehrplan eingesetzt. Nicht ohne Grund: Der Roman ist nicht nur satirisch, sondern vor allen Dingen auch lehrreich. Ja wir dürfen lachen, allerdings steckt hinter all dem Witz und Humor in der Geschichte ein wahrer sehr ernst zu nehmender Kern, der uns zum Nachdenken anregen sollte.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Ich bin eine Berlinerin

oder auch, Berlin ist nicht gleich Berlin


Na gut manchmal
Berlinerin und Touri gleichzeitig
Nachdem ich standhaft zwei Monate auf einen Termin für die Ummeldung meines Wohnsitzes gewartet habe, darf ich mich endlich Berlinerin nennen. Die Wartezeit von zwei Monaten meine ich allerdings nicht insgesamt, sondern nachdem ich endlich jemand im Bürgerbüro telefonisch erreicht hatte, zwei Wochen später noch einmal auf meine Dringlichkeit insistiert habe und ich flexibel dafür zu jedem Bezirksamt Berlins gefahren wäre. Im Durchschnitt hatte ich schon Glück. Hätte ich noch einen Mann am Telefon gehabt und geflirtet, was das Zeug hält, wäre es mir womöglich wie einem Freund von mir schon am nächsten Tag gelungen. Aber das ist eine Chance von ungefähr 1: 3.496.293, der aktuellen Einwohnerzahl, in Berlin. ( Er musste nicht mal flirten. Vielleicht ist auch nur ein Termin frei geworden, aber ich vermute, dass ich hätte flirten müssen. ;-))

Berlinerin sagen zu können, macht mich stolz  - "Ey ick bin Berlinerin". In meinen Ohren klingt es schön und mit dem Berliner Dialekt auch irgendwie lässig. Für viele Ohren, die vor allem nicht in Berlin wohnen, hört es sich wahrscheinlich eher nicht so lässig oder hip an sondern wenn noch eher nach Hipster. Damit kann ich jedoch leben. 

Sonntag, 15. Mai 2016

Durchgelesen im Mai...


Für euch durchgeblättert...
Der ein oder andere kann sich sicher an diese alten Gruppen zu Zeiten von StudiVZ erinnern. Eine Gruppe träfe immer noch wunderbar auf mich zu: "Zu viele Bücher, die ich gern lesen möchte." Sobald ich ein Buch lese, denke ich parallel schon darüber nach, welches ich als nächstes verschlinge möchte oder noch unbedingt lesen müsste - vom Klassiker bis zur Neuerscheinung, vom Bestseller bis zum Außenseiter meiner beliebten Genres oder Lieblingsautoren, von Empfehlungen bis Bücher, die einfach spannend klingen.

So oft wie wir auf unser Handy schauen, vergessen wir in unserer modernen Welt gern, was wir sonst noch so wertvolles mit unserer Zeit anfangen könnten.  Anstatt zum zigsten Mal die News bei Facebook durchzuklicken oder festzustellen, dass immer noch keine neue Nachricht auf dem Handy blinkt, sollten wir öfter das Handy einfach weglegen. Der ein oder andere kennt wahrscheinlich auch die Situation, wenn plötzlich keine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann und das länger als nur wenige Minuten anhält, manchmal sogar Tage. Gefühlt steckt man in der Zeit nur in der Warteschleife im Callcenter seines Internetanbieters. Plötzlich stehen wir da als Opfer des 21. Jahrhunderts und stellen fest: Es muss auch ohne Internet gehen und dann entdecken wir die Welt, beobachten, unterhalten uns oder erinnern uns, welche Bücher wie eben mal lesen könnten. 
Bücher geben einem die wunderbare Möglichkeit, sich über verschiedenste Themen Gedanken zu machen und sich dabei selbst zu reflektieren. Im Nachhinein geraten aber leider all die Gedankengänge schnell wieder in Vergessenheit. Deshalb habe ich mir nun fest vorgenommen, euch monatlich immer mindestens eine Buchempfehlung vorzustellen. Ich möchte euch damit ein paar Inspirationen und damit Alternativen zum Handy und Internet geben ;-). Lasst uns mehr lesen! Deshalb wird es ab sofort bei Luise blättert auf monatlich folgende Unterkategorie geben: "Durchgelesen im...". Passend dazu stelle ich euch ein Buch vor, das dem Buch lesen selbst gewidmet ist: Mein Buchtipp im Mai: Das Papierhaus von Carlos María Domínguez 

Freitag, 6. Mai 2016

und ich so...Yeah!

Yippie Yippie Yeah - "Luise blättert auf..." hat Geburtstag! 
Yippi Yeah - 1 Jahr "Luise blättert auf..."!

Das möchte ich mit euch feiern und danke sagen, denn ich blättere nun schon sage und schreibe (im wahrsten Sinne des Wortes) über ein Jahr auf. Aus einer spontanen Idee wurde ein kleines persönliches Projekt. Ich blättere hin und her, blättere Online-Artikel, Zeitschriften und Zeitungen sowie Bücher für euch auf. Ich schreibe über das Aktuelle und nehme kritisch Stellung ganz im Sinne meines Blog-Untertitels: Aufgeblättert. Durchgelesen. Rezensiert.
Was mich besonders freut, ist, dass ihr als meine Leserschaft von Anfang an so begeistert mit Interesse dabei wart und immer fleißig lest, was ich so für Gedanken aufs digitale Papier fabriziere.
Vor einem Jahr dachte ich, dass ich vielleicht nach 2 Monaten wieder aufgeben werde, aber anstatt die Lust zu verlieren, habe ich wirklich eine neue Leidenschaft für mich entdeckt. Gern suche ich neue Themen, über die schreiben könnte, sammle meine Gedanken dazu und schreibe sie in kritischen Texten auf.

Streng genommen habe ich den Blog letztes Jahr schon am 17. April gegründet und erste Beiträge verfasst. Heute vor einem Jahr habe ich meinen ersten Text öffentlich bei Facebook geteilt und euch mein Projekt, den Blog, vorgestellt. Zu Beginn war ich nämlich noch zögerlicher, für meinen Blog und Texte Werbung zu machen. Ich wollte selbst erst mal eine klare Linie finden. Was interessiert mich und gleichzeitig auch andere Leser? Vor allen Dingen was braucht die riesen Bloggerszene noch? Wie gewinne ich Leser ohne mit 'noch so einem Webblog' zu nerven?

Sonntag, 1. Mai 2016

Eine platonische Gesellschaft


Sind wir eine Welt voller Freunde geworden?
Gemeinsame freundschaftliche Spuren -
mit jedem und überall?
Das Wort 'Freundschaft' scheint heutzutage inflationär gebraucht zu werden. Bei Facebook, das für die private aber auch geschäftliche Kommunikation ein wesentliches Instrument geworden ist, wimmelt es förmlich nur so von Freunden. Man schließt Freundschaften so schnell und unbedarft: "So, ich hab dich mal als Freund hinzugefügt". Und genauso unbedarft löschen wir ihn dann morgen wieder?
Hat sich das, was wir unter Freundschaft verstehen, in der Zeit der Social-Media-Welt und Digital Natives verschoben? Hat sich unser Verhältnis zu Freunden verändert?

Donnerstag, 21. April 2016

Die Absurdität der Realsatire

... oder auch: Meinungsfreiheit auf dem humoristischen Prüfstand
Realpolitik oder Realsatire?
Wenn ich so die derzeitige Affäre rund um den TV-Moderator Jan Böhmermann und seinen satirischen Beitrag des "Schmähgedichts" zum türkischen Staatspräsidenten Erdogan verfolge, habe ich den persönlichen Eindruck, dass die Situation selbst an sich eigentlich schon Satire ist. Ich fühle mich, bildlich gesehen, in eine Comedysendung versetzt. Bei dieser Realsatire ist allerdings ein feiner Unterschied zu beachten: Die Protagonisten der Sendung: "Aktuelle deutsch-türkische Beziehungen" meinen es ernst, sehr ernst. Damit wurde aus der einst mit provokativem Witz versehenen Folge von Neo Magazin Royale eine ernste Situation für Jan Böhmermann. 

Es geht nicht mehr nur darum, wie weit Satire allgemein gehen darf, sondern ob sie als Kunstform und die Freiheit von Kunst, Humor und Presse in Deutschland auf einem ernsten Prüfstand steht.
Jan Böhmermann ist trotzdem der heimliche Gewinner. 

Montag, 4. April 2016

Ein Experiment

Kann Integration funktionieren?
Angst vor der Flüchtlingswelle?

Es ist ein sensibles Thema, weshalb ich lange gezögert habe, ob ich es in meinem Blog thematisiere. Es ist das Thema rund um den plakativen beliebten Satzanfang: "Ich habe nichts gegen Ausländer, aber..." 


Eine interessante Aussage die ich neulich las, inspirierte mich dann zu einem Experiment: Es ist die Aussage, dass derjenige Teil in einem Satz, der vor einem 'aber' steht, beruhigt zu vernachlässigen sei. Sie bringt für mich unsere derzeitige gesellschaftliche Grundstimmung in Deutschland perfekt auf den Punkt. Denn so beunruhigend es auch ist, aber spätestens nach den letzten Wahlergebnissen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ist klar, dass sich ein für meinen Geschmack zu hoher, bereits schon repräsentativer Anteil der Bevölkerung für die AfD entschieden hat. Meiner Meinung nach gelang der Partei die Überzeugungsleistung vor allen Dingen deshalb, weil sie geschickt mit ihren Parolen die Ängste der Leute schürt. Diese Ängste werden unter anderem umschrieben mit: Ich habe nichts gegen Ausländer, aber...


Dienstag, 1. März 2016

Ein Nachruf an...

...an alles ein bisschen

Ein Nachruf an uns, sich der
Umwelt bewusster zu widmen
In den letzten Wochen ist der Welt gefühlt ein wesentlicher Prozentsatz an Intelligenz, Humor, Kreativität und musikalischer Genialität verloren gegangen - oder es wird einfach vielmehr deutlich, was der Welt schon lang fehlt - 
ich möchte einen Nachruf aufgeben, 
einen Nachruf an die Ikonen unserer Zeit und auch an uns, das Lebenswerk bedeutender Personen nicht erst dann zu würdigen, wenn es zu spät scheint. Es ist damit auch ein Nachruf an uns, uns wieder bewusster unserer Umwelt zu widmen.

Sonntag, 24. Januar 2016

Im Recall...



Am Puls der Stadt
Ich renne mittlerweile zur U-Bahn, obwohl vier Minuten später die nächste kommt.
Ich bewege mich bereits mit Berliner Mindestgeschwindigkeit durch die Straßen, gefühlt doppelt so hoch wie in anderen Städten. Eine halbe Stunde Arbeitsweg ist hier ein Katzensprung, sodass man die Länge von Wegen in Berlin mit Schnelligkeit und Effizienz wett zu machen scheint:
Könnte ich mich also ab sofort Berlinerin nennen?
Ich denke noch nicht. Berlin für Fortgeschrittene bedeutet nämlich noch in die U-Bahn zu springen, obwohl bereits das übliche "Zurück bleiben bitte" durch die Lautsprecher tönt, was so viel heißt wie: JETZT schließen die Türen. Für die Kamikaze-Berliner ist das nicht genug, für sie hieße es außerdem den Nervenkitzel zu spüren, wenn beim Hineinspringen die U-Bahn so voll ist, dass man mit der Tür kuscheln muss. Es ist fraglich, ob man überhaupt noch hineinpasst. Sie haben aber scheinbar die Befürchtung, dass nie wieder eine U-Bahn kommen wird...(Stimmt erst vier Minuten später...)
Die Stadt ist voller Menschen.

Donnerstag, 14. Januar 2016

#jesuischarlie

Ich bin Charlie, auch jetzt noch.

#jerestecharlie
Dunkel war es, als ich am 07.01.2016 aufstand, dunkel draußen, nur der Schnee glänzte perlend zart. Berlin schien so friedlich und ruhig. So muss es auch den Parisern letztes Jahr ergangen sein, dachte ich mir. Ein Tag, scheinbar wie jeder andere, nur dass sich rot ins schwarz und weiß mischte. Rot wie Blut am als seitdem bezeichneten "schwarzen Tag der Pressefreiheit" im Büro der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", als es dem unfassbaren Attentat zum Opfer fällt.
Dieses Jahr hat sich das Team der Karikaturisten an einem geheimen Ort in Paris verbarrikadiert. Doch waren sie mutig, eine Sonderausgabe zu drucken,  die provokativer nicht sein konnte. Genau über diese möchte ich schreiben.

Sonntag, 3. Januar 2016

Vorsätzlich handeln

Neues Jahr, neues Glück -
 aber immer die alten gleichen Vorsätze?
"The same procedure as last year, Mrs. Sophie? The same procedure as every year, James."

Das Jahresende - die Zeit der Rückblicke und Erwartungen. Was habe ich dieses Jahr erlebt und erreicht? Welche Meilensteine prägen mein vergangenes Jahr, welche plane ich fürs kommende? Einerseits fragen wir uns, ob wir zufrieden mit uns und unseren Entwicklungen sind, andererseits denken wir darüber nach, was wir verändern sollten. Wir wollen uns Vorsätze vornehmen, aber auch eigentlich uns nicht unter Druck setzen lassen, sondern das Leben so genießen, wie es auf uns zukommt.
 "Bleib so wie du bist" sagen die einen, "wachse an dir", "arbeite an deinen Schwächen und bau deine Stärken aus", die anderen.
Silvester polarisiert. Die einen zelebrieren es, die anderen finden, dass Silvester ein Tag wie jeder andere sei. Ich muss sagen, ich gehöre zur ersten Gruppe.