Sonntag, 24. Januar 2016

Im Recall...



Am Puls der Stadt
Ich renne mittlerweile zur U-Bahn, obwohl vier Minuten später die nächste kommt.
Ich bewege mich bereits mit Berliner Mindestgeschwindigkeit durch die Straßen, gefühlt doppelt so hoch wie in anderen Städten. Eine halbe Stunde Arbeitsweg ist hier ein Katzensprung, sodass man die Länge von Wegen in Berlin mit Schnelligkeit und Effizienz wett zu machen scheint:
Könnte ich mich also ab sofort Berlinerin nennen?
Ich denke noch nicht. Berlin für Fortgeschrittene bedeutet nämlich noch in die U-Bahn zu springen, obwohl bereits das übliche "Zurück bleiben bitte" durch die Lautsprecher tönt, was so viel heißt wie: JETZT schließen die Türen. Für die Kamikaze-Berliner ist das nicht genug, für sie hieße es außerdem den Nervenkitzel zu spüren, wenn beim Hineinspringen die U-Bahn so voll ist, dass man mit der Tür kuscheln muss. Es ist fraglich, ob man überhaupt noch hineinpasst. Sie haben aber scheinbar die Befürchtung, dass nie wieder eine U-Bahn kommen wird...(Stimmt erst vier Minuten später...)
Die Stadt ist voller Menschen.

Donnerstag, 14. Januar 2016

#jesuischarlie

Ich bin Charlie, auch jetzt noch.

#jerestecharlie
Dunkel war es, als ich am 07.01.2016 aufstand, dunkel draußen, nur der Schnee glänzte perlend zart. Berlin schien so friedlich und ruhig. So muss es auch den Parisern letztes Jahr ergangen sein, dachte ich mir. Ein Tag, scheinbar wie jeder andere, nur dass sich rot ins schwarz und weiß mischte. Rot wie Blut am als seitdem bezeichneten "schwarzen Tag der Pressefreiheit" im Büro der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", als es dem unfassbaren Attentat zum Opfer fällt.
Dieses Jahr hat sich das Team der Karikaturisten an einem geheimen Ort in Paris verbarrikadiert. Doch waren sie mutig, eine Sonderausgabe zu drucken,  die provokativer nicht sein konnte. Genau über diese möchte ich schreiben.

Sonntag, 3. Januar 2016

Vorsätzlich handeln

Neues Jahr, neues Glück -
 aber immer die alten gleichen Vorsätze?
"The same procedure as last year, Mrs. Sophie? The same procedure as every year, James."

Das Jahresende - die Zeit der Rückblicke und Erwartungen. Was habe ich dieses Jahr erlebt und erreicht? Welche Meilensteine prägen mein vergangenes Jahr, welche plane ich fürs kommende? Einerseits fragen wir uns, ob wir zufrieden mit uns und unseren Entwicklungen sind, andererseits denken wir darüber nach, was wir verändern sollten. Wir wollen uns Vorsätze vornehmen, aber auch eigentlich uns nicht unter Druck setzen lassen, sondern das Leben so genießen, wie es auf uns zukommt.
 "Bleib so wie du bist" sagen die einen, "wachse an dir", "arbeite an deinen Schwächen und bau deine Stärken aus", die anderen.
Silvester polarisiert. Die einen zelebrieren es, die anderen finden, dass Silvester ein Tag wie jeder andere sei. Ich muss sagen, ich gehöre zur ersten Gruppe.