Donnerstag, 16. Juni 2016

Durchgelesen im Juni...

Was wäre, wenn Hitler wieder da wäre?
Was wäre, wenn Hitler plötzlich ohne Ankündigung wieder auftauche und still und heimlich erneut an Macht gewinnen könnte? 
Timur Vermes: "Er ist wieder da" 
Die Darstellung und Präsentation von Hitler scheint weiterhin ein vermeintliches Tabuthema in Deutschland zu sein, was die kritische Aufmerksamkeit immer wieder auf sich zieht. Es ist ein Thema, das als Paradebeispiel von Humorlosigkeit gilt. Trotzdem oder gerade deswegen wird die Darstellung Hitlers humoristisch gern als Provokation genutzt.

Meine Buchkritik diesen Monat: "Er ist wieder da" von Timur Vermes, ein Buch, in dem genau diese oben benannte "Was wäre wenn -" Situation provokativ humoristisch thematisiert wird.

Manchmal fand ich es irgendwie befremdlich, das Buch einfach in der Öffentlichkeit aus meiner Tasche hervorzuholen und zu lesen. Noch immer hat dieses Thema um den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg einen faden Beigeschmack. "Ist es ok, wenn ich darüber lache?", fragen wir uns gern.  "Er ist wieder da" ist ein Bestseller und wird in einigen Schulen schon auf dem Lehrplan eingesetzt. Nicht ohne Grund: Der Roman ist nicht nur satirisch, sondern vor allen Dingen auch lehrreich. Ja wir dürfen lachen, allerdings steckt hinter all dem Witz und Humor in der Geschichte ein wahrer sehr ernst zu nehmender Kern, der uns zum Nachdenken anregen sollte.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Ich bin eine Berlinerin

oder auch, Berlin ist nicht gleich Berlin


Na gut manchmal
Berlinerin und Touri gleichzeitig
Nachdem ich standhaft zwei Monate auf einen Termin für die Ummeldung meines Wohnsitzes gewartet habe, darf ich mich endlich Berlinerin nennen. Die Wartezeit von zwei Monaten meine ich allerdings nicht insgesamt, sondern nachdem ich endlich jemand im Bürgerbüro telefonisch erreicht hatte, zwei Wochen später noch einmal auf meine Dringlichkeit insistiert habe und ich flexibel dafür zu jedem Bezirksamt Berlins gefahren wäre. Im Durchschnitt hatte ich schon Glück. Hätte ich noch einen Mann am Telefon gehabt und geflirtet, was das Zeug hält, wäre es mir womöglich wie einem Freund von mir schon am nächsten Tag gelungen. Aber das ist eine Chance von ungefähr 1: 3.496.293, der aktuellen Einwohnerzahl, in Berlin. ( Er musste nicht mal flirten. Vielleicht ist auch nur ein Termin frei geworden, aber ich vermute, dass ich hätte flirten müssen. ;-))

Berlinerin sagen zu können, macht mich stolz  - "Ey ick bin Berlinerin". In meinen Ohren klingt es schön und mit dem Berliner Dialekt auch irgendwie lässig. Für viele Ohren, die vor allem nicht in Berlin wohnen, hört es sich wahrscheinlich eher nicht so lässig oder hip an sondern wenn noch eher nach Hipster. Damit kann ich jedoch leben.