Montag, 24. Oktober 2016

Lachen als Heimat, die jeder versteht

Aufgeblättert in: "Ich komm auf Deutschland zu" von Firas Alshater. Eine Rezension


"Ich komm auf Deutschland zu -
Ein Syrer über seine neue Heimat"

"Alle Menschen lachen in derselben Sprache".  Lachen versteht jeder und reißt jeden mit. Vielleicht sollten wir häufiger 'Lachen' als Kommunikationsmittel nutzen, so wie Firas Alshater. Bekannt wurde er mit seinem You-Tube Video " Wer sind diese Deutschen? " Seine You-Tube Reihe nennt er "Zukar" (arabisch für Zucker). Auf den Namen kam er, da dieses Wort in allen Sprachen ähnlich klingt und so ziemlich jeder Zucker mag, weil er süß ist.

Lachen ist für mich auch süß und es ist Heimat. Sobald jemand lacht, fühlt man sich wohl.

Als der Postbote am 14. Oktober klingelt, freue ich mich schon. Es ist der Tag, an dem das Buch "Ich komm auf Deutschland zu - Ein Syrer über seine neue Heimat" von Firas Alshater erscheinen soll. Gespannt öffne ich das Paket. Ich schaue, ob es wirklich das Buch ist, was mir vom Ullstein-Verlag als Rezensionsexemplar gesendet werden sollte.
Ungefähr ein Wochenende verbringe ich mit Lachen, aber auch mit traurigen und Gänsehautmomenten. Ich verschlinge die Lektüre innerhalb kürzester Zeit. Es ist ein Wochenende mit vielen Terminen, wohl gemerkt. Ich bin in einer anderen Welt, in der Welt von Firas:


Mittwoch, 19. Oktober 2016

Es war einmal Berlin...


"Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin"



Aussicht vom Klunkerkranich,
Neukölln
Verrückt ist, dass ich fast schon ein Jahr lang in Berlin wohne. Verrückt ist auch, dass man glaubt, schon viel über die Verrücktheit der Stadt und ihrer Bewohner gehört zu haben. Man glaubt, sich bereits ein Bild machen zu können, bevor man herzieht. Doch sobald die Stadt einem tagtäglich begegnet, muss man immer wieder schmunzeln und genauso oft mit dem Kopf schütteln, da man sie gefühlt überhaupt nicht kennt. Sie überrascht einen immer wieder und zwar mit ihrer Verrücktheit. Dennoch, hier herzuziehen, war für mich eine der besten Entscheidungen, die ich im letzten Jahr getroffen habe.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Oxytocinmangel - ein gesellschaftsfähiges Krankheitsbild?


Durchgelesen im September...: Generation Beziehungsunfähig, Michael Nast


Diagnose: Generationsübergreifende Bindungsdefizite: 

Generation Beziehungsunfähig


Bestseller noch vor der Bucherscheinung, ausverkaufte Lesungen bevor die Lesetour begonnen hat und viel zitiert in Zeitungen und Journalen: Michael Nast und sein Buch: "Generation Beziehungsunfähig". Alles begann mit einer scheinbar harmlosen Kolumne, nach Nasts Angaben selbst mehr eine Beschreibung seiner eigenen Lebens- und Liebessituation, die in ihrer Ironie im Titel sein i-Tüpfelchen findet. Er hatte nicht die Absicht, ein gesellschaftliches Krankheitsbild abzubilden, dennoch hat genau diese Diagnose dazu geführt, dass die benannte Generation Y in ihrer Beziehungsqualität geprüft wird. Der Text hat so viele Leute angesprochen, dass der Server des Blogs im gegenteil bereits am ersten Abend zusammengebrochen ist und in der Woche ein neuer Server gekauft werden musste. Es folgten viele Journalisten und Blogger, die über die Generation Beziehungsunfähig diskutierten.

Leiden wir, die junge Generation, also an einem chronischen Oxytocinmangel? Ist diese Immunität gegenüber dem Bindungshormon eine Volkskrankheit geworden? 

Zumindest haben sich einige Faktoren in unser gesellschaftliches Leben eingeschlichen, die meiner Meinung nach dieses beziehungsunfähige Verhalten begünstigen.